Medienfonds Informationen
Medienfonds sind in der Regel geschlossene Fonds und dienen zur Finanzierung von Film und Fernsehproduktionen. So werden vom Anleger die Produktionskosten getragen und als Gewinn ist er in bestimmten Formen am Einspielergebnis beteiligt.
Das Verfahren ist einfach. Der Emittent sucht sich Anleger, die ihr Kapital in einen Fonds anlegen. Als Rechtsform für den Medienfonds gründet man eine GmbH & Co. KG. Hier ist die GmbH persönlich haftende Gesellschafterin, die nicht am Fonds beteiligt sein muss. Die Anleger sind die Kommanditisten. Mit dem eingelegten Kapital werden nun Filme oder TV-Produktionen finanziert.
In der Vergangenheit wurde hier sehr viel Geld investiert, da die Verlustzuweisungen für die Anleger als zusätzlicher Anreiz eine gute Möglichkeit war, um Steuern zu sparen. Teilweise wurden Fonds aufgelegt, deren steuerliche Verlustzuweisung im ersten Jahr bis zu 100% betrug. Solche Fonds wurden sehr schnell auffällig und die Politik reagierte. Im November 2005 begannen die Finanzämter, die steuerliche Praxis Verlustzuweisungen zu hinterfragen und änderten die Gesetze diesbezüglich. So werden auf dem Markt keine Steuerstundungsmodelle mehr angeboten, sondern vielmehr renditeorientierte Beteiligungen. Anfängliche Verluste, die üblicherweise immer entstehen können, können nach wie vor steuermindernd angesetzt werden.
Heute ist die Sachlage so:
Bei geschlossenen Fonds ergeben sich im Rahmen von Projektfinanzierungen durch geschlossene Fonds vielfältige steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. In Abhängigkeit von dem Projekt und der Fondskonzeption ist es möglich, die Beteiligungen auch aus Anlegersicht steuerlich zu optimieren. So ist es möglich, je nach Gestaltung, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung (bei Filmverleih) zu erzielen.
Risiken und Chancen von Medienfonds
Die Investition in Medienfonds ist eine hochriskante Anlage, da es keinerlei Sicherheiten gibt, das dass eingezahlte Kapital jemals zurückfließen wird. So sind die Produktionskosten im Vorfeld nicht genau kalkulierbar und wenn der fertige Film ein Flop wird, droht der Einlage ein Totalverlust. Ein weiterer Nachteil ist der "Blind-Pool-Charakter". Sie geben Ihre Investition in einen Pool, ohne dass genau feststeht, was genau damit geschehen soll (Welcher Film soll produziert werden?).
Wenn Sie als Investor in diese risikovolle Anlage investieren wollen und sich des Risikos bewusst sind, haben Sie auch gute Chancen, eine hohe Rendite zu erzielen. Je nach Ausgestaltung der Verträge partizipieren Sie am Erfolg des Filmes und allem, was mit diesem Film zusammenhängen kann. Das sind die Wiederholungen, die DVD-Rechte, das Merchandising usw.
Wenn Sie die hohen Ertragschancen und das mögliche Verlustrisiko in Kauf nehmen, ihr Kapital auf unbestimmte Zeit investieren möchten, eventuelle Steuervorteile nutzen wollen, dann kann ein Medienfonds für Sie die richtige Anlage sein. Lassen Sie sich umfassend beraten.




