Fondssparplan Informationen

In Zeiten, wo bei den Finanzmärkten verstärkt Unruhe auftritt, nehmen wir nur die derzeitige "Bankenkrise", da ist es gut, eine Anlage zu haben, die einen ruhig schlafen lässt. Derzeit traut sich doch der Anleger nicht mal die Zeitung aufzuschlagen und schon liest er die nächste Hiobsbotschaft. Da haben die Banken als Auslöser des Problems es geschafft, die Kinderträume von der Eisenbahn zu Weihnachten zu zerstören. Wie? Durch den kausalen Zusammenhang von der Sparkassengruppe in Göppingen und dem Spielwarenhersteller Märklin, dessen Kredite nicht verlängert werden. Was früher ständig praktiziert wurde (Verlängerung von Darlehen aufgrund langjähriger geschäftlicher Beziehungen), gilt heute nicht mehr. Die Banken sind vorsichtiger geworden. Ob diese Fiskalpolitik der einzelnen Geldhäuser nun das Allheilmittel ist, sei erstmal dahingestellt.

Doch zurück zum Thema der Investmentpolicen, die eine perfekte Kombination in Punkto Absicherung, Vermögensbildung und eigene Sicherheit bieten.

Absicherung der eigenen Person: Eine Fondspolice kann beispielsweise eine fondsgebundene Lebensversicherung sein. Hierbei wird der Todesfall versichert und es können weitere Bausteine hinzugefügt werden. So kann die Erwerbsminderung mit eingeschlossen werden. Sollte der Leistungsfall eintreten, sind die Folgen abgesichert und die Hinterbliebenen geschützt. Natürlich können auch andere Risiken versichert werden. Nehmen wir die sogenannte "Rürup-Rente", die in Form von Investmentpolicen abgeschlossen werden kann. Hierbei wird der Beitrag steuervermindert in die Police einbezahlt und somit wird eine zusätzliche Altersvorsorge aufgebaut.

Vermögensbildung: Bei der Fondspolice bildet sich das Vermögen durch verschiedene miteinander verbundene Komponenten. Die eine Komponente ist der Beitrag. Dieser Beitrag bildet die Grundlage zum Kauf von Investmentanteilen, und das stetig zu einem festgelegten Zeitpunkt in festgelegter Höhe. So werden zum Beispiel von der Investmentgesellschaft jeden Monat für 100,- Euro x Stück Fondsanteile gekauft. Da der Wert von x Fondsanteilen schwankt, wir aber immer für einen festen Preis kaufen, haben wir pro Monat unterschiedliche Stückzahlen an Fondsanteilen. So bekommen wir, wenn der Fondspreis billig ist, viele Anteile, und wenn der Fondspreis hoch ist, wenig Anteile. Durch diese Strategie partizipieren wir an den rückläufigen Kursen, ohne mehr als sonst zu investieren. Dies ist der "Cost-Average-Effekt" oder das Prinzip der günstigen Durchschnittskosten.

Ein Fondsparplan lebt von Schwankungen und sollte immer langfristig betrachtet werden. Eine Anlage in Fondspolicen sollte nicht unter 10 Jahre getätigt werden. Je länger investiert wird, je geringer ist die Beeinflussung von kurzfristigen Schwankungen auf die Rendite und umso mehr profitiert der Kunde davon. Die Schwankungen machen den "Cost-Average-Effekt" zum entscheidenden Faktor bei dieser Anlageform.

Die Fondsauwahl und der richtige Zeitpunkt spielen ebenfalls eine große Rolle bei der Fondspolice. Die Diversifikation ist dabei ein entscheidender Faktor. Das heißt, der Anleger sollte seine Sparrate teilen oder so hoch wählen, dass diese auf mehrere Fonds verteilt und in unterschiedliche Risikoklassen investiert werden kann. Hier sollte ein Anbieter gewählt werden, der eine breite Fondspalette zur Auswahl hat. So besteht die Möglichkeit, in unterschiedliche Investitionsschwerpunkte zu investieren. Hier finden neben den klassischen Anlageformen wie Renten-und Aktienpapiere auch die sogenannten Multi Asset Fonds immer mehr Anwendung. Mit dem Managed-Future-Ansatz konnten die Anleger in der Vergangenheit sehr viel Geld verdienen. Doch auch hier soll in Zeiten der Bankenkrise genau überlegt werden, wie ein vernünftiges Portfolio aussehen kann, denn die computergestützten Handelsstrategien in Terminkontrakten folgen nicht immer den Vorhersagen. Eine Beimischung solcher Produkte ist aber immer empfehlenswert.

Wenn ein Anleger über Erfahrung verfügt und seine Fondsanlage während der Laufzeit öfter wechseln möchte, sollte er unbedingt auf die Kosten achten, damit diese Kosten nicht den Gewinn dezimieren. Das Switchen (Wechseln) bei Fondspolicen ist meist kostenlos, sowie meist auch der Ausgabeaufschlag entfällt. Einzelheiten dazu finden Sie in den AGB, die sie unbedingt studieren sollten.

Wenn ein Anleger selbst in das Management der Police eingreift, so sollte er sich hüten, dem "Market Timing", das ist der Versuch, den besten Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg in die Märkte zu erwischen, zu unterliegen. Diese kurzfristige Denkweise ist bei Fondspolicen nicht angebracht. Wie bereits beschrieben, ist eine Fondspolice für einen langfristigen Zeitpunkt vorgesehen und nichts für Zocker. Die Gefahr des verpassten Zeitpunktes spielt bei einer Fondspolice, die als langfristige Anlage zu betrachten, ist keine große Rolle. Hier kauft der Anleger nach der Durchschnittsmethode (Cost-Average-Effekt).

Sicherheit der Fondspolice
Bei den Fondspolicen, die über eine Lebensversicherung abgeschlossen werden, ist davon auszugehen, dass diese ein Höchstmaß an Sicherheit besitzen, da hier strenge Vorschriften zur Ausgestaltung von Kapitalanlagen das Risiko begrenzen. Ferner findet eine laufende Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) statt. Bei der Auswahl des Versicherungspartners spielen aber noch andere Kriterien eine Rolle. So ist die Beratung ein wichtiger Punkt: Ist mein Berater kompetent, verfügt er über eine gründliche Ausbildung und hat er Erfahrung im Umgang mit Fondsparplänen? Für das Unternehmen gilt: hat es eine konsequente Kapitalanlagestrategie, hat es die nötigen Produkte, wie sind diese am Markt positioniert und letztendlich, wie gut sind die Ratingbewertungen des Unternehmens?

Flexibilität
Bei der Flexibilität ist es immer so, dass sie im Gegensatz zur Sicherheit steht. Je flexibler ein Produkt, je unsicherer ist der Ertrag. Bei einer fondsgebundenen Versicherung besteht die Flexibilität in der Ausgestaltung des Vertrages. Welchen Umfang soll die Versicherung haben, welche Zusatzbausteine (BU-Hinterbliebenenversorgung usw.) werden eingebaut, wie hoch ist der Beitrag oder die Versicherungssumme und wann kann die Leistung abgerufen werden?

Ferner kommt die Flexibilität noch durch die umfassende Fondsauswahl und das Anlagemanagement zu Stande. Es besteht die Möglichkeit, die Fondspolice jederzeit zu ergänzen oder den geänderten Bedürfnissen anzupassen.

Fazit
Die Fondspolice ist eine gute und sichere Anlageform, die in der Lage ist, die Bedürfnisse der Anleger in den Punkten Sicherheit und Flexibilität zu befriedigen. Ferner ist sie ein geeignetes Instrument zur Absicherung von Versicherungsfällen (Rente, BU, Tod), da hier alle erforderlichen Risiken eingeschlossen werden können. Auch eignet sich die Fondspolice durch die Wahl der Anlagestrategie und die Fondsauswahl ausgezeichnet zum Vermögensaufbau. Die Anlageform des Fondssparplanes mit dem "Cost-Average-Effekt" rundet die Effektivität der Anlage ab.








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