Biomassefonds Informationen
Als im Jahr 1997 mit Unterschrift unter das Kyoto-Protokoll das neue Zeitalter der Emissionsrechte und des Klimaschutzes begann, entstanden auch neue Ideen, um die vorgegebenen Werte zu erreichen.
Sinn und Zweck ist es, die schädlichen Emissionen zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken. Dieses gilt nicht nur für die Industrieländer, sondern gleichermaßen für die Schwellenländer, deren Energiehunger ständig zunimmt. Neben den vielen Ideen zur Energieerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser, usw. ist man auch auf den Gedanken gekommen, Biomasse umzuwandeln und als Energieträger nutzbar zu machen. Da diese Art der Energiegewinnung zunächst sehr kostenintensiv ist, besteht die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung in Form eines Biomassefonds.
So ist die Auflage eines geschlossenen Fonds in Form einer GmbH & Co. KG eine sinnvolle Investitionsform. Die Anleger beteiligen sich mit ihrer Einlage an diesem Fonds und werden so zu Kommanditisten, wobei die GmbH die Komplementärin ist.
Durch die Höhe der Energiepreise und eventueller staatlicher Förderung [geregelt im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Festpreis und Abnahmegarantie] ist eine rasche Amortisation der Investition gegeben. Die Anlagedauer beträgt je nach Projekt zwischen 12 und 20 Jahren. Als Renditeerwartung ist von 10% pro Jahr auszugehen.
Nachteil: Es ist mitunter schwierig aus der Investition vorzeitig auszusteigen, da es keinen Zweitmarkt gibt. Ferner gehen bei einem vorzeitigen Ausstieg aus der Geldanlage auch die in Anspruch genommenen Steuervorteile verloren. Die Rendite ist mitunter abhängig vom Steuersatz des Anlegers. Da der Anleger Kommanditist, also Miteigentümer ist, erzielt er Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Hier gilt: Einnahmen minus Ausgaben ergeben den Gewinn. Somit können Verluste aus der Erzielung der Einkünfte abgezogen werden. Sollte die Anlage verkauft werden, so partizipiert der Anleger auch hier vom Verkaufserlös.
Was ist Biomasse
Biomasse ist ein vielseitiger, ständig erneuerbarer Energieträger. Biomasse kann fest, flüssig oder gasförmig sein. Aus Biomasse kann in unterschiedlichster Form Energie gewonnen werden. So können Strom, Wärme, Gas und auch Kraftstoff für Maschinen und Autos hergestellt werden.
Biomassekraftwerke können einen Teil unserer Energieversorgung übernehmen und so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Ein sehr gebräuchliches Modell ist der Bauernhof, der seine eigene Biomasseanlage betreibt. Hier liefern die Kühe die Gülle und weitere Biomasse wird in Form von Maisschrot hinzugefügt (stark vereinfacht). Es entsteht Gas, welches die Turbinen für die Stromerzeugung antreibt. Der Strom wird dank Abnahmegarantie durch den Staat vergütet und fließt als Ertrag zurück an die Anleger. So wird ein wichtiger Beitrag zum Emissionsschutz erbracht, diese Biomasse ist Klimaneutral.
Ein weiteres Beispiel ist die Herstellung von Biodiesel als Ersatz für Diesel aus Rohöl. Hier kann in einem chemischen Prozess durch Umsteuerung aus Rapsöl Methanol gewonnen werden.
Ob sich hingegen die Herstellung von Kraftstoff aus Nahrungsmitteln mit den ethischen Grundsätzen verträgt, muss jeder Anleger für sich entscheiden.
Für welchen Anleger eignet sich die Anlage in Biomassefonds
- Für Anleger, die dem Umwelt, also dem ökologischen Gedanken, Rechnung tragen wollen, ist die Anlage in Biomasse neben den Anlageformen in Andere ökologische Investitionen eine absolutes muss.
- Wenn eine langfristige Kapitalanlage mit gutem Renditepotential gewünscht ist
- Wenn der Anleger auf sein investiertes Kapital für die Anlagezeit verzichten kann (erschwerter vorzeitiger Ausstieg)
- Wenn der Anleger sich des Risikos der Anlage bewusst ist
- Wenn sie diese Punkte für erfüllt halten sollte eine Investition in Biomassefonds durch aus in Erwägung gezogen werden. Als Beimischung oder Ergänzung des Portfolios ist es immer eine solide Anlageform.




