Bausparvertrag Informationen

Der Bausparvertrag ist ein Sparvertrag, der vorzugsweise bei einer Bausparkasse abgeschlossen wird mit der Absicht, später zu bauen, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Er wird hauptsächlich für die wohnwirtschaftlichen Verwendungen eingesetzt und ist aus diesem Grund unter bestimmten Voraussetzungen förderfähig. Die Prozedere ist einfach. Die vertraglich vereinbarte Bausparsumme wird zu einem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart und der fehlende Teil der abgeschlossenen Vertragssumme wird bei Zuteilung des Vertrages als Bauspardarlehen gewährt. So kann der Bausparer bei Zuteilung über die gesamte Vertragssumme verfügen.

Der Bausparvertrag hat aus historischen Gründen den Vorteil, dass dieser Vertrag im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen vom Staat gefördert werden kann. So hilft der Staat über die Arbeitnehmersparzulage und eventuell zusätzlich mit der Wohnungsbauprämie dem Bausparer, schneller das erforderliche Eigenkapital anzusparen oder das aufgenommene Bauspardarlehen zurück zu zahlen.

Wichtig ist, dass die Gelder dieses Vertrages zu wohnwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden, da sonst die staatliche Förderung verloren geht. Der Staat fördert seit Beendigung des zweiten Weltkrieges den privatwirtschaftlichen Wohnraum, damit die Wohnkultur, die durch den Krieg zerstört worden ist, wieder neu entstehen kann. Zu diesem Zweck wurde auch 1952 die Wohnungsbauprämie (WoP) eingeführt. Die WoP ist eine staatliche Subvention für den Wohnungsbau in Deutschland. Diese Subvention ist nicht unumstritten, hat aber trotz Kürzungen in der Höhe noch immer Bestand.

Ebenfalls eine staatliche Subvention ist die Arbeitnehmersparzulage, die im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen (VWL) gewährt werden kann. Die VWL dient zum Aufbau von Vermögen bei Arbeitnehmern und wird zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt, wenn eine solche Leistung tariflich vereinbart ist oder diese dem Arbeitnehmer freiwillig zugestanden wird.

Durch diese doppelte Förderung ist der Bausparvertrag eine lukrative Sache. So kann hier Geld angespart werden und bei Bedarf lässt sich eine größere Summe mühelos finanzieren. Ein weiterer Vorteil liegt in der Flexibilität des Bausparvertrages. So besteht immer die Möglichkeit, bei den Bausparkassen durch Zwischenfinanzierungen und Vorausdarlehen an günstiges Kapital zu kommen.

So ist jedem, der ein Haus oder eine Wohnung hat, ein solcher Vertrag anzuraten, da an einem Haus immer was zu verschönern oder zu erneuern ist, und ein Wohnungsnehmer braucht schließlich auch mal neue Möbel und möchte mal renovieren. Hierfür eignen sich Bausparverträge besonders gut, da im Vorfeld die Zinskonditionen für das Bauspardarlehen festgelegt sind und diese sind in der Regel niedriger als die am freien Markt üblichen Konditionen. Außerdem kann die Vertragssumme gering gehalten werden, was eine schnellere Zuteilung zur Folge hat.

Nachteil eines Bausparvertrages ist, dass eine geringe Verzinsung für das Ansparkapital geboten wird und dass immer eine wohnwirtschaftliche Verwendung gefordert wird.








Versicherungslexikon/Glossar Versicherungsfragen/FAQ
Bookmark bei Google Bookmark bei Mr. Wong Bookmark bei Del.icio.us Bookmark bei Yahoo