Forward-Darlehen Informationen

Ein Forward-Darlehen wird fast ausschließlich für die Anschlussfinanzierung oder die Umschuldung in Anspruch genommen. Mit einem solchen Kredit lassen sich die heutigen Konditionen für die Zukunft festschreiben. In der Praxis schließt der Kunde heute eine neuen Darlehensvertrag ab, den er aber erst in der Zukunft in Anspruch nimmt. Diese Form der Zinsreservierung tritt meistens gegen Ende der Festschreibungszeit des Erstdarlehns ein und lohnt sich üblich nur bis drei Jahre im Voraus, da diese Festschreibung mit Zinsaufschlägen zu Buche schlägt. Ja länger die Zeit bis Inanspruchnahme des Darlehens, je mehr Zinsaufschläge. Durchschnittlich sind 0,012 bis 0,04 Prozentpunkte je Monat üblich. Ob eine solche vorzeitige Zinsreservierung Sinn macht, ist eine Frage der Zinsentwicklung in der Zukunft. Wenn von einer steigenden Zinserwartung auszugehen ist, sollte auf jeden Fall über ein Forward-Darlehen nachgedacht werden, um sich die günstigen Zinsen zu sichern.

Vorgehensweise
In der Regel ist ein Forward- Darlehen ohne großen Aufwand zu bekommen, da die Darlehensvoraussetzungen ja beim Erstkredit schon erfüllt waren. Alle erforderlichen Unterlagen sind wie bei einer normalen Finanzierung bei der darlehensgebenden Bank einzureichen. Hinzu kommt ein Fragebogen über die wirtschaftlichen Verhältnisse und Verdienstbescheinigungen. Wenn alles vorhanden ist, bekommt der Antragsteller in der Regel in kürzester Zeit seine Darlehenszusage. Dann werden die Verträge mit der neuen Bank unterzeichnet und der Ablösezeitpunkt des alten Darlehens fest vereinbart. Die neue Bank kümmert sich um alles Weitere, die Umschuldung zum richtigen Zeitpunkt und den neuen Grundbucheintrag.








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